Thread: Depression
View Single Post
  #27  
Old 06.12.2009, 04:23
sun6262's Avatar
sun6262 sun6262 is offline
Profilneurosenpflegerin
 

Join Date: 21.02.2008
Posts: 388
sun6262 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Default Vielleicht ein wenig Offtopic?

Mit großer Neugier auch etwas nachvollziehen zu können, da Depressionen auch in meinem näheren Umfeld vorkommen, möchte ich vielleicht etwas naive, aber dennoch aufrichtig gemeinte Fragen stellen. So allgemein, an alle, die sich hier eingebracht haben.
In meinem Umfeld kamen 2 Dinge zusammen. Zum einen eine Disposition zur Depression durch eine ( andere Erkrankung) die mit ursächlich für diese sein kann. Zum anderen ein deutlicher Aussenseiterstatus.
Damit wären wir wieder bei dem zwischenmenschlichen Umgang in dieser Gesellschaft.
Kann eine Aussenseiterposition nicht erheblich zur Neigung zur Depression beitragen oder sie sogar verursachen? Vor allem dann, wenn es sich um einen ohnehin introvertierten Menschen handelt?
Wenn man am Rande der Gesellschaft lebt, ständig in Ablehnung, ständig negativ auffallend, weil mit nicht dem Strom schwimmen will oder kann?
Meine Fragen sind nicht so zu verstehen, als würde diese Erkrankung ebenfalls lächerlich sehen, sie sind ernst gemeint.
Vielleicht zur Erklärung:
Mein Eindruck ist nämlich, das unsere Gesellschaft erheblich dazu beiträgt, Menschen krank zu machen. Ständige Angst, permanenter Druck löst doch- auch körperlich- krank zu machen.
Kann das nicht eine Entwicklung werden, die weder Anfang noch Ende hat?
Nochmal, es geht mir nicht bewerten oder verurteilen, sondern um den Wunsch zu verstehen.
Lieber Hobo, kämpfen lohnt sich immer. Ich ziehe meinen Hut vor Dir, so mutig zu sein, Dich zu dieser Erkrankung zu bekennen.
Und ich möchte hier einmal klar artikulieren, dass ich es klasse finde, dass hier auch solche *Gespräche* möglich sind.
__________________
Man kann 20 Jahre die gleichen Fehler machen und dies dann 'Erfahrung' nennen
Reply With Quote
ADD-ON: