Thread: Depression
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Old 05.12.2009, 02:37
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hobo hobo is offline
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hobo befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Erst mal Hallo, freue mich, dass Du noch fit und da bist.

Es ist nicht einfach Dir jetzt so einfach eine Antwort zu schreiben. Ehrlich. Weil, es ist viel komplizierter. Da ich nur mich selbst hier vertreten kann und auch nur das tue muss man das als sehr subjektiv einschätzen.

Zu deinen Fragen. Nein, man kann nicht helfen. Keine Chance. Außenstehende werden nichts merken, werden keine Zeichen erkennen, wenn der Betroffene es nicht will. Er sieht aus wie immer, kann, so er keine soziale Phobie entwickelt, wie die meisten, auch immer lächeln, über Witze lachen und dann um die Ecke gehen und sich umbringen.

Das ist immanent, da kann keiner was helfen oder glauben er hätte helfen können. Aber, wenn man denn weiß, dass etwas nicht stimmt mit jemandem in seinem Bekanntenkreis, wenn es auffällt, dann sollte man schon auf ihn einwirken, sich in professionelle Behandlung zu begeben.

Mehr ist nicht möglich, also brauchst du auch nicht nachdenken, Dobi.

Schlimm ist eigentlich nur, dass die Krankheit gesellschaftlich geächtet ist. Die Betroffenen werden als Schwachmaten oder Weicheier gesehen und genau deshalb bleiben sie da wo sie sind. Ein Krebskranker wird sehr bedauert und man "fühlt" mit ihm, wünscht ihm, dass er es überlebt. Nicht so bei schwer Depressiven. Die kommen in die "Idiotenecke" und bleiben unverstanden.

Das ist kein Vorwurf. So ist das halt in unserer Gesellschaft. So wie Dir geht es allen, man kann es sich nicht vorstellen, wie es ist, wenn das Licht ausgegangen ist. Wenn nur noch Dunkelheit da ist. Immerhin gab es mal Berichte in der seriösen Presse darüber. Aber Enke ist länst tot, alles ist vergessen.

Wünsche Dir alles gute Dobi, hab ein Lächeln auf dem Gesicht, wenn ich was von Dir lese.
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lg
Hobo
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