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Politik & Wirtschaft - News Wichtige Themen unserer Zeit * Aktuelles * Diskussionen rund um diese Themen

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  #1  
Old 05.11.2014, 17:23
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Wer ist schlimmer Salafisten oder Faschisten.
Nach Köln soll jetzt in Hannover eine Grossdemo statt finden aber beide Gruppierungen sind radikal.
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- Wer sich selbst auf den Arm nimmt, erspart anderen die Arbeit

(Heinz Erhardt)
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Old 07.11.2014, 16:48
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Originally Posted by Ted73 View Post
Wer ist schlimmer Salafisten oder Faschisten.
Nach Köln soll jetzt in Hannover eine Grossdemo statt finden aber beide Gruppierungen sind radikal.
Schlimm ist das Verhalten der Bundesregierung und der so genannten Qualitätsmedien, allen voran die öffentlich rechtliche Berichterstattung (wenn man das noch so nennen darf).

Wir sind ein säkularisertes Land, in dem die Religionsfreiheit und der Gleichheitsgrundsatz eine wesentliche Grundvoraussetzung für unser Demokratieverständnis bilden. Staat und Kirche (oder besser gesagt: Religion und Statsführung) sind offiziell voneinander getrennt. Und zwar nicht nur im ursprünglichen Sinne der erstrebenswerten Trennung von Staat und Kirche, sondern im mittlerweile eher gebräuchlichen Sinne von: "ent-christlicht".

Der Prozess der Trennung verlief schleppend und kaum, dass die christliche Kirche ihre Bedeutung im alltäglichen Leben weitgehend verloren hatte, strömten in kurzer Zeit und großer Menge andersgläubige Menschen in unsere glaubensbefreite Gemeinschaft. Das geschah noch bevor den Menschen klar wurde, dass sie vor lauter Gottlosigkeit längst das goldene Kalb des Wohlstands vergöttern (zwangsläufig, weil der Mensch nicht ohne Glauben denken kann).
Unter den Neuankömmlingen in der glaubensbefreiten Zone waren auch Leute, die ihre Religion als stetigen Begleiter aktiv ins alltägliche Leben übernommen haben und deren Glauben ihnen unter anderem befiehlt, alle Gottlosen als Feind anzusehen. Diese Leute leben hier, weil wir sie dazu eingeladen haben oder weil sie hier geboren sind. Sie haben auch das Recht dazu und wir haben uns per Grundgesetz verpflichtet, dies zu akzeptieren.
Solange wir also eine bestimmte Gruppierung ausschließlich als Religionsgruppe anerkennen, kann man nichts machen. Es wäre daher mehr als sinnvoll, radikale Gruppierungen, die sich offen verfassungsfeindlich verhalten, unabhängig ihrer Religionszugehörigkeit auf den Status "Terrorzelle" zu setzen und die Mitglieder entsprechend unserer Gesetze zu behandeln.
Das vermeidet die Regierung aus taktischen Gründen (oder weil sie unfähig ist). Damit toleriert und begünstigt sie die Eskalation eines Glaubenskrieges auf deutschem Boden.
Ob und welche Intention dahinter stehen könnte, sollte man im Bereich der Verschwörungstheorien diskutieren.

Nun stellt sich eine radikale, nationalpolitisch orientierte Gruppe hin und verteidigt die christlich-religiösen Werte gegen eine andersgläubige Religionsbedrohung, die sich dem Empfinden nach wie eine Viruserkrankung in den urdeutschen Eingeweiden unserer stolzen, einflussreichen Nation ausbreitet und erhebliche Teile der Bevölkerung empfinden das als respektabel, weil endlich mal einer das Maul aufreißt, bleiben aber auf dem Sofa sitzen und fragen sich, ob sie das wirklich gut finden dürfen oder nur heimlich.

Wie krank ist das denn eigentlich???

Und dann mal nebenbei gefragt:
Wo ist die Trennung von Staat und Kirche bei dieser Denke? Und überhaupt: Gottesstaaten ablehnen und einen Andersgläubigen aus religiösen Gründen aus dem gottlosen Land werfen??
Wo ist der Gleichstellungsgrundsatz? Oder wollen wir den lieber abschaffen?
Wo ist unser Bedürfnis nach Mitbestimmung, aktiver Teilnahme und die Bereitschaft zur friedlichen Demonstration?

Und warum erlaubt die Regierung einen solchen Wirbel, wenn es um eine Handvoll Menschen geht, die man auch schlichtweg totschweigen und auf die bäuerliche Tour rausmobben könnte.
__________________
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  #3  
Old 07.11.2014, 18:46
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Unwichtig...
 

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Unter den Neuankömmlingen in der glaubensbefreiten Zone waren auch Leute, die ihre Religion als stetigen Begleiter aktiv ins alltägliche Leben übernommen haben und deren Glauben ihnen unter anderem befiehlt, alle Gottlosen als Feind anzusehen. Diese Leute leben hier, weil wir sie dazu eingeladen haben oder weil sie hier geboren sind.
Und dabei ist das nicht einmal so! Im Koran steht nirgendwo, dass Christen, Andersgläubige oder generell Ungläubige (was ja alles als "ungläubig" angesehen wird) zu hassen, zu verfolgen und zu töten sei. Ganz im Gegenteil: Die Aussage ist dort ganz ähnlich wie in der christlichen Bibel, nämlich dass Andersgläubige/Ungläubige zu akzeptieren und zu lieben sind und man mit ihnen bestenfalls "bekehrend das Gespräch" suchen sollte.

Alles andere ist die reine Erfindung extremistischer/radikaler Menschen.
Deshalb muss ganz strikt zwischen "gläubigen Muslimen" und "extremistisch-radikalen Islamisten" wie den Salafisten, dem IS sowie halt auch aller anderen islamistisch geprägten Terror-Organisationen weltweit unterschieden werden.
Was leider in den seltensten Fällen auch getan wird.

Nur zu gerne wird alles in einen Topf geworfen, was von "Allah" spricht, sich gegenseitig mit "Salamu alejkum" begrüßt oder gar verhüllt und mit Kopftuch auftritt. Selbst von den Medien manchmal.
Ebenso wie es auch christlichen Fanatismus gibt, entsprang auch der Dschihad ausschließlich den kranken Köpfen einiger Extremisten, offenbar mit dem Grund eine "Legitimation" für kriegerische Handlungen zu finden.
Aber ebenso wenig wie diese randalierenden Hools irgendetwas mit Sport und "Fan-Begeisterung" zu tun haben, so haben auch diese Extremisten nur das Geringste mit biblischem oder muslimischen Glauben im Sinne der Ursprungs-Religionen zu tun.
Man kann alles "radikalisieren", wenn man will.

Und gerade heutzutage in orientierungslosen Zeiten ohne ethisch-moralische Werte, einer zunehmend "führungslosen" Jugend suchen junge Menschen nach Antworten, Werten, Anerkennung, vorgegeben Zielen usw. und finden diese leider verstärkt (auch) in Gruppierungen wie dem IS und den Salafisten.

Sie durchschauen im jugendlichen Alter die Hintergründe noch nicht und fallen auf die "Pseudo-Anerkennung" herein, die sie dort scheinbar sofort erhalten und finden es "geil", mit scharfen Waffen irgendwo rumzuballern, ohne überhaupt zu wissen gegen was oder wen sie da eigentlich kämpfen - und wofür.
WENN sie es dann mal begreifen, ist es für einen Ausstieg meistens längst zu spät.... oder es wurde bereits ein Selbstmord-Attentat "befohlen" und durchgeführt.
__________________
Gruß,
Pilo



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Old 10.11.2014, 16:52
bosn bosn is offline
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Nun las ich hier schon besser durchdachte Beiträge von Dir. Eine echte Trennung von Staat und Religion ist per GG oder Verfassung nicht vorgesehen.
Der Staat zieht Kirchensteuer ein, das GG schreibt Religionsunterricht in den
Schulen vor. In NRW (Köln) habe ich mehrere Einschulungen miterlebt, die in
der Kirche stattfanden. Dies ist in Hamburg oder Bremen undenkbar.

Gewollt und unterstützt sind die christlichen Kirchen in Deutschland aktiv im Gesundheits- und Pflegewesen. Und religionsfrei ist unsere Gesellschaft nun wahrlich nicht.

Keiner stört sich wirklich an den Zeugen Jehovas, den Buddhisten, den Hindus , den Juden oder was sich sonst noch so tummelt. Nur die Gruppierung der Menschen, die dem Islam anhängen, fällt deutlich auf. Kurz gesagt liegt dies für mich daran, dass hier eindeutig und offen eine Unterdrückerkultur gelebt wird. Frauen und Töchter gelten nichts (obwohl sie hoch verehrt und rein sein sollen) Männer (und somit auch Brüder) sind das Wichtigste. Ein Prozess, dies zu ändern, den wir noch durchleben, aber in dem wir und andere Länder bereits einen kurzen Weg hinter uns haben. Es ist zudem auch nicht so, dass diese Menschen unseren Weg akzeptierend begleiten würden. Sie wollen Einfluss, Macht, ihre Sichtweise als Regel stehen lassen. An keiner Schule in Hamburg, keiner Kita gibt es irgendein Produkt mit Inhaltsstoffen vom Schwein. Selbst die Gummibären sind heute halal.

Nach Saudi Arabien kannst Du nicht einreisen, wenn Du wahrheitsgemäß sagst, Du gehörst keiner Religion an. Du musst zumindest Christ sein. In fast keinem Land, in dem der Islam Staatsreligion ist, bin ich gerne. Ausnahmen sind Malaysia und Indonesien (das größte moslemische Land). Alle anderen Länder, die ich gesehen und besucht habe, sind wie Gefängnisse. Persönliche Freiheit gibt es nicht. In den öffentlichen Zonen gibt es nur sich am Sack kratzende Männer.

Die religiösen Minderheiten in diesen Ländern werden unterdrückt, in Beirut ist
vor nicht all zu langer Zeit eine der größten Moscheen der Welt gebaut worden, genau auf dem Platz, an dem man eine der ältesten christlichen Kirchen in dieser Region wähnt. Und das nicht unabsichtlich.

Es gibt eine Studie, die belegt, dass Menschen, insbesondere Männer, aus diesen gewalttätigen und gewaltbereiten Ländern große psychische Probleme haben. Ich könnte zu den Hindus in Indien jetzt auch einiges sagen, aber das lasse ich jetzt mal.

Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass die Mosleme in Deutschland oder Europa zu Demonstrationen aufgerufen hätten, als Frauen in Afrika oder Iran zu Steinigungen verurteilt wurden, weil sie vergewaltigt worden sind. Uns so weiter und so fort. Zudem, Pilot, sieht der Koran schon das Töten Nicht- bzw. Andersgläubiger vor. Es wird nur von Islamwissenschaftlern in einem andren, heute nicht mehr anwendbaren Kontext gesehen. Vorgesehen ist das aber immer noch. Es gibt ja auch immer noch die Fatwa....

Nun kommen hirnverbrannte Salafisten und irgendwelches Rechtsgesindel und verschärfen die Situation. Ignorieren darf man das nicht, auch nicht totschweigen. Keiner kann ernsthaft Hools und Rechte als Verteidiger unserer Werte akzeptieren. Das wird keiner und ich halte die Gefahr, die von denen ausgehen könnte, für minimal. Für gefährlicher halte ich unkritische Integrationspolitiker, die sich an bunten Klamotten und schönem Essen ( in Syrien gibt es echt gute Sachen) erfreuen, gleichzeitig aber der Verschleierung der Frauen und der wahren Ziele des Islam untätig zu sehen.
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