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Ernste Diskussionen Themen mit etwas mehr "Tiefgang", welche weder so richtig in "Smalltalk" noch in "Politik & Wirtschaft" passen

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  #11  
Old 12.04.2011, 10:51
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Originally Posted by joanne View Post
Ich empfinde den ausdruck "Freiheit" gebraucht dafür, ob man selbst entscheiden darf, ob ein licht eingeschaltet werden darf oder nicht als etwas fehl am platz;............als unter idealen umständen, wenn alles reichlich vorhanden wäre für ALLE!!
da das aber nicht der fall ist, muß eine gewisse lenkung der abläufe des täglichen geschehens stattfinden.
Sorry. Selbst so eine Kleinigkeit, wie Licht an/aus zu schalten, wenn man es selbst möchte oder nicht ist ein Musterbeispiel für Freiheit des Einzelnen.

Aha. Ein Lenkung der Abläufe des täglichen Lebens, mit dem Ziel weltweit vollkommen gleich zu verteilen ?

DDR 2.0 sag ich da nur. Die oberste moralische Kommision hat entschieden wie jeder Einzelne sein Leben zu gestalten hat.

Allein die Formulierung "muss eine gewisse lenkung stattfinden" , ist zutiefst diktatorisch und unfreiheitlich, weil sie die eigene Meinung als einzige Wahrheit definiert.
Wer definiert denn dass "Gleichheit für alle" das erstebenswerte Ziel ist ?



Wo sind in den Gedankengängen irgendwelche Bedenken in Bezug auf die Tatsache, dass es eventuell Andersdenkende gibt ? Nirgens.
Sie kommen nicht vor. Keinerlei Abwägung. Wo ist das ureigene Recht des Ureinwohners im Kongo, dass er selbst entscheidet ob / wie oft er sich vermehrt ? Nirgens ein Wort dazu. Er wird quasi von vorneherein entmündigt zugunsten der "guten Sache", die man natürlich selbst definiert.

Wieder einmal eine Bevormundung, weil man glaubt die einzige Wahrheit zu vertreten.

Ein Musterbeispiel für die Gutmenschendiktatur.

Die täglichen Abläufe, Entscheidungen eines Einzelnen, gehen niemanden was an. Punkt.
Weder hier, noch in Afrika, oder Neuguinea.





@Pilot. Ob eine Seitenstraße nach 22.00 Uhr zu beleuchten ist, geht deswegen jeden etwas an, weil es sich um Allgemeingut handelt.

Ähnlich wäre es bei einem öffentlichen Gebäude. Hier kann man sicherlich abwägen. pro/kontra

Genauso bei Weihnachtsdekoration von Städten. Wenn Karstadt sein Haus schmücken will, können sie es gerne tun. Ist ihr Ding.

Ob es jedoch Aufgabe der Kommune ist, mit anderer Leute Zwangsabgaben so etwas zu gestalten und zu finanzieren, da kann man sicherlich drüber streiten.

Bei einem privaten Hochhaus, geht jedoch niemanden etwas an. Da es in dem Fall ein Eingriff in Eigentumsrechte / persönliche Freiheit handelt.

So einfach ist das. Wer sowas toll findet, soll es auch selbst bezahlen/verantworten. Egal ob Einzelhändler oder sonstwer.
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  #12  
Old 12.04.2011, 12:09
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Nebst den berechtigten Fragen nach Selbstbestimmung wäre da noch diejenige nach der Kostenübernahme.
Wer zahlt für Verhütung, wenn in weiten Teilen der Bevölkerung weder Akzeptanz, noch Geld dafür vorhanden sind und angesichts einer immens hohen Rate an Aids-Infizierten sich unter der männlichen Bevölkerung Tipps durchsetzen wie: "Du musst halt nur Sex mit Jungfrauen haben"
...

Im Übrigen haben Geschäftemacher schon einiges zum Thema Verhütung in Afrika versaut.
Beispielsweise wurden tonnenweise Verhüterlis aus Fernost nach Afrika verschifft.
Leider stellte sich heraus, dass die Dinger 1. nicht passten und 2. dort durch die Prüfung gefallen waren.

Eine andere Initiative fiel ins Wasser, weil 50 millionen 1A-afrikataugliche Lümmeltüten zum Nulltarif ans Volk verteilt werden sollten, aber ein Regierungsbeamter auf die glorreiche Idee kam, die Benutzungshinweise direkt auf die Gummis zu drucken.
Gummis kaputt - Geld weg Thema vom Tisch.

Hinzu kommt die Glaubensfrage der örtlichen Bischöfe und ein anscheinend tief verwurzeltes Macho-Gen, das eine Nutzung kaum zulässt.

Es beginnt wie beinahe überall mit eine Stärkung der Aufklärungsarbeit und Bildungspolitik in Drittweltländern.
Da sind Investitionen sinnvoll.
Je höher der Bildungsstand, desto höher die freiwillige Geburtenkontrolle.
Jeder andere Weg wäre schlichtweg falsch.
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  #13  
Old 12.04.2011, 13:11
bosn bosn is offline
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bosn befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Default Geburtenkontrolle

.....
Je höher der Bildungsstand, desto höher die freiwillige Geburtenkontrolle...
(zitat von BB4S)

Jo, kann sein, muss aber nicht. Nun kann man natürlich Bildungsstand und gesellschaftlichen Stand nur bedingt miteinander gleich setzen, obwohl dies in Deutschland schon sehr Hand in Hand geht. Die Gentrifizierer, die sich in meiner Nachbarschaft breit machen und nerven, insbesondere die Latte-Macchiato-Mütter, machen es heute auch nicht mehr unter 3 Kindern (Lena, Lotte und Maximilian meist). Unsere Ursula , wie durchaus andere aus der blaublütigen Fraktion auch, finden so zwischen 5 und 7 Kindern auch durchaus normal.

Bei andauernder Unterernährung löst sich das Problem ja dann auch fast von alleine. Neben einer hohen Säuglingssterblichkeit kommt es dann auch noch zum Ausbleiben der Menstruation, was natürlich die Fruchtbarkeit verringert.

Umgekehrt führt unsere Überernährung zum immer früheren Einsetzen der Menstruation, was nicht nur die Fruchtbarkeit erhöht, sondern quasi als Gegengewicht auch das Krebsrisiko steigen lässt. Aber das führt jetzt vielleicht zu weit.

Lasst uns mal weiter in Saus und Braus leben, E10 oder Ethanol, angebaut auf Ackerland oder gerodetem Urwald, durch die Motoren der SUV jagen und darüber nachdenken, wie man die Weltbevölkerung dezimieren könnte, falls es Einschnitte in unser Leben gäbe.

Wie viele Kinder sind eigentlich verhungert, während ich dies geschrieben habe .... ??
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  #14  
Old 12.04.2011, 14:49
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Originally Posted by bosn View Post
.....
Wie viele Kinder sind eigentlich verhungert, während ich dies geschrieben habe .... ??
ca 25-30.000/Tag (Quelle: unicef 2010)
Macht etwa 1250/ Stunde
Kommt auf ca 20/ Minute
Oder grob geschätzte 9,2 Millionen Kinder unter 5 jahren pro Jahr, die an den Folgen von Mangelernährung von Mutter und Kind weltweit sterben.

Wie schnell tippst du?

Ich möchte nicht zynischer wirken, als unbedingt nötig.
Sicher ist jedes Einzelschicksal ganz dramatisch.
Und dennoch muss man das als "normale", wenn auch mittlerweile vermeidbare Kindersterblichkeitsrate der Spezies Homo Sapiens (im Gesamten) ansehen.

Bei allem Mitleid, das man vielleicht verspürt, sehe ich es im Groben ähnlich wie Bad: Es steht mir frei, aus meinen privaten Mitteln irgendwie lindernd bei Einzelschicksalen einzugreifen.
Ich habe aber weder das Recht und schon gar nicht die Pflicht, mich in andrer Leute Überlebensstrategie oder Lebensentwurf einzumischen.
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  #15  
Old 12.04.2011, 15:12
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@Mr.Bad:
Da stimme ich Dir grundsätzlich zu.
Eine Einschränkung der "persönlichen Freiheit/Selbstbestimmung" gibt es allerdings überall dort, wo Menschen in Gemeinschaft leben und gemeinsamen Regeln unterworfen sind.

Um beim Beispiel "Licht einschalten" zu bleiben:
Klar, wann ich in meinem Wohnzimmer das Licht einschalte, bleibt mir überlassen.
Aber - wenn ich spät Abends in meinem Auto der Meinung bin, Abblendlicht bedeutet schwerer laufender Generator und damit ca. 1,5% höherer Spritverbrauch und den muss ja ich bezahlen, also kann ich auch entscheiden mein Licht auszulassen.... dann habe ich ein Problem.
Denn hier unterliege ich der StVO und bewege mich im öffentlichen Straßenverkehr. Dabei interessiert es Niemanden mehr, ob ich da mein Eigentum bewege und lieber halbblind durch die Gegend fahre.
Es wären eben auch andere Teilnehmer betroffen, und genau darin liegt der Unterschied zur persönlichen Entscheidung. Ob ich in meinem privaten Wohnzimmer im Dunkeln gegen den Tisch renne, interessiert natürlich keinen.

Ebenso das Beispiel mit der späten Ampel oder der beleuchteten Seitenstraße:
Allgemeinwohl, ja. Aber auch das entscheidet (sinnvoll oder nicht) nur die jeweilige Kommune/Stadt, nicht die Anwohner dort. Bezahlen müssen den nächtlichen Stromverbrauch aber alle. Und den Mehrverbrauch an Sprit an der roten Ampel um 2.00 Uhr morgens, an der man im Umkreis von 2 Kilometern der einzige Verkehrsteilnehmer ist, zahlt man selber. Den Strom für die Ampel und deren Elektronik aber wieder alle.

Ich denke, in der "zivilisierten Welt" eine genaue Grenze zwischen persönlicher Selbst- und Fremdbestimmung zu ziehen, ist nicht ganz einfach.
Sooo viel Freiheit haben wir nämlich gar nicht, auch wenn es vielleicht (zum Glück) noch so scheint und empfunden wird.

Aber die politische Fremdbestimmung ist auch bei uns nicht gerade gering und wird stetig noch mehr, je mehr an Freiheit die Bevölkerung schamlos ausnutzt. Dann werden eben gesetzlicherseits weitere Riegel vor geschoben und aus ist's mit der Selbstbestimmung an dem Punkt.
Und mal ehrlich: In einer Gemeinschaft muss das bis zu einem gewissen Grad auch so sein, selbst Tiere stellen ja in Gemeinschaft ihre Regeln auf, ohne die es nicht geht.

Um wieder die Kurve zur Ausgangsfrage zu bekommen:
Ja, ich bin auch gegen die praktizierte Einmischung bei und Bevormundung von fremden Nationen/Völkern. Wir müssen nicht unseren "Wissensstand" Jedem aufdrängen und auch nicht alle politischen Unruhen weltweit von hier aus klären und ersticken.
Aber unterscheiden sollte man sicher zwischen "aufdiktierten Dogmen" der "westlich-zivilisierten Welt" und angebotener bzw. erbetener Hilfeleistung. Aufklärung ist sicher in manchen Bereichen notwendig, keine Frage. Aber was, wenn diese "Tipps" dann doch nicht umgesetzt werden?
Ich finde, dann sollte/kann/darf auch Niemand diese Menschen zwingen, von ihrer gewohnten Lebensweise abzukehren.

Letztendlich leben wir nicht in Land A, B und C, sondern gemeinsam auf nur EINER Kugel. Das scheint weltweit immer wieder mal vergessen zu werden.
Wenn es "eng" wird, interessiert Niemanden mehr ob man Deutscher, Türke oder Amerikaner war/ist. Dann wird's für ALLE knapp.
Also sollten wir uns auch alle gemeinsam arrangieren und gemeinsame Lösungen finden. Mit denen dann alle leben können, nicht nur die reichen, "klugen" Industrie-Nationen.

Für- und miteinander, statt gegeneinander....
Aber solange hauptsächlich Profitgier diese Welt bestimmt, wird das wohl Wunschdenken bleiben ...

Bleibt wohl nur der altzitierte Spruch mit dem "Erst wenn auch der letzte (Baum gefällt, Fluss vergiftet...) ..... werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann!"
Aber ich schweife ab...
__________________
Gruß,
Pilo



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  #16  
Old 13.04.2011, 14:22
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vielleicht rundet das ja son büschen ab : Supergute Anlagemöglichkeiten gibt es momentan in Fonds, die Ackerland weltweit aufkaufen. Die Rendite sieht gut aus, der Gewinn kann steuermäßig vorteilhaft angewandt werden. Wer also keine Probleme hat, in Hungerländern den Darbenden das Land unterm Arsch weg zu kaufen, der kann sein Geld gut vermehren mit dieser Anlage. Ist sone win-win Situation, da das dort angebaute Nahrhafte umgehend an uns verkauft wird. In den betroffenen Ländern kann sich das keiner leisten. Sieht aus wien gutes Konzept der Alterssicherung.
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  #17  
Old 13.04.2011, 14:42
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Originally Posted by BluesB4Sunrise View Post

Bei allem Mitleid, das man vielleicht verspürt, sehe ich es im Groben ähnlich wie Bad: Es steht mir frei, aus meinen privaten Mitteln irgendwie lindernd bei Einzelschicksalen einzugreifen.
Ich habe aber weder das Recht und schon gar nicht die Pflicht, mich in andrer Leute Überlebensstrategie oder Lebensentwurf einzumischen.
Nun ja, das mache ich seit Jahren. Es sollte jetzt das 3. oder 4. Patenkind durch Schule und Impfung sein, mit 2 bis 3 Karten pro Jahr, jeweils zu christlichen Feiertagen. Das ist gut für das eigene Gewissen. Helfen tut es nicht, auch das ist klar. Der einen oder anderen Person, der man dort helfen kann, die könnte auch hier sein, die könnte auch ich selbst sein. Ich finde dieser Ansatz greift irgendwie nicht.

Wir sind besser ausgebildet, wird können mehr (wirtschaftlich) und wir leben auf hohem Niveau. Fangen wir nicht selbst an, uns einzuschränken, nicht nach wie vor andere auszubeuten, begeben wir uns nicht auf Augenhöhe, dann wird das nix.

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  #18  
Old 15.04.2011, 17:25
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Originally Posted by Pilot040 View Post
@Mr.Bad:

Aber - wenn ich spät Abends in meinem Auto der Meinung bin, Abblendlicht bedeutet schwerer laufender Generator und damit ca. 1,5% höherer Spritverbrauch und den muss ja ich bezahlen, also kann ich auch entscheiden mein Licht auszulassen.... dann habe ich ein Problem.
Denn hier unterliege ich der StVO und bewege mich im öffentlichen Straßenverkehr. Dabei interessiert es Niemanden mehr, ob ich da mein Eigentum bewege und lieber halbblind durch die Gegend fahre.
.

Nette Vorlage. Und ich spinne das Ding mal weiter.


Öffentliche Bekanntmachung:


Die oberste gutmenschliche Moralkomission hat entschieden, dass das von Ihr als vollkommen überflüssig und unnötige definierte, nächtliche Fahren mit Kraftfahrzeugen wegen des erhöhten Benzinverbrauchs, der daraus resultierenden Ressourcenverschwendung und Klimaschädigung in Zukunft nur noch erlaubt ist, wenn ein Berechtigungsschein vorliegt.

Dieser Berechtigungsschein wir von der unteren allgemein Verhaltenskontrollstelle der jeweiligen Gemeinden ausgegeben, nachdem diese, nach eigenem Ermessen, die anzugebenden Gründe auf Plausibilität geprüft hat.

Wird man mehrfach des nächtlichen Führen eines Kraftfahrzeugs, ohne Berechtigungsschein überführt, hat man für jeden sichbar, eine Markierung auf der Kleidung zu tragen, sobald man sich in der Öffentlichkeit bewegt.
Somit ist man eindeutig als Ressourcenverschwender und Klimaschädling identifizierbar.

Die Bevölkerung wird dringend gebeten, ihnen bekannte Klimaschädlinge und sonstige verhaltensunkonforme Elemente bei der Verhaltenskontrollstelle der jeweiligen Gauleitung zu melden. Mehrfaches erfolgreiches Melden wird mit einem inoffiziellen Posten im niedrigen Rang, bei der örtlichen unteren allgemeinen Verhaltenskontrollstelle belohnt,der wiederum die Berechtigung zum nächtlichen Führen eines Kraftfahrzeugs beinhaltet.


Mit konformen Grüßen

Der Gauleiter







PS: Das gleiche Szenario, könnte man beliebig auf diverse Dinge des täglichen Lebens umschreiben.
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  #19  
Old 15.04.2011, 23:32
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Originally Posted by Pilot040 View Post
Letztendlich leben wir nicht in Land A, B und C, sondern gemeinsam auf nur EINER Kugel. Das scheint weltweit immer wieder mal vergessen zu werden.
Wenn es "eng" wird, interessiert Niemanden mehr ob man Deutscher, Türke oder Amerikaner war/ist. Dann wird's für ALLE knapp.
Also sollten wir uns auch alle gemeinsam arrangieren und gemeinsame Lösungen finden. Mit denen dann alle leben können, nicht nur die reichen, "klugen" Industrie-Nationen.

Für- und miteinander, statt gegeneinander....
Amen.


Ja, das wäre mal gelebte Nächstenliebe...
Liegt leider nicht in unserer Natur.
Je "enger" es wird, desto intensiver und skrupelloser wird um die verbleibenden Ressourcen gekämpft werden.
Ums mit Bert Brecht zu sagen: Erst kommt das Fressen, dann die Moral.

Jede andere Vorstellung ist zwar wünschenswert, aber realitätsfern und ich prophezeihe, es werden am Ende ausschliesslich diejenigen im Wohlstand leben, die ihren Reichtum nicht (mehr) teilen, sondern ganz im Gegenteil möglichst alles an sich raffen.

Die eigentliche Frage ist wohl diejenige, wann der offizielle Startschuss zum Welt-Schlussverkauf gegeben wird und ab wann man seine Hemmungen auch in der Öffentlichkeit gänzlich ablegen kann.

Wenns soweit ist, wirds so aussehen:
http://www.youtube.com/watch?v=zsOBlhsDaIY
Nix mit Rücksicht, nix mit teilen.
DAS ist menschlich, das ist ehrlich, das ist die Wahrheit und das gezeigte Beispiel ist noch extrem weichgespült.


Was wir gern mit dem Begriff Menschlichkeit (oder meinetwegen Gutmenschentum) bezeichnen, sind im Grunde christlich gefärbte Kompensationsversuche von Minderwertigkeitskomplexen in einer Überflussgesellschaft, die wir wissentlich anderen zu verdanken haben.
Fällt die Überflussgesellschaft weg, fällt der Komplex. Kompensationsversuche sind nicht mehr nötig - Gutmenschentum wird man sich auf breiter Front nicht mehr leisten wollen.
Im Prinzip wäre das eine Form von Gesundung - nur leider offenbart dies, dass wir unsere ureigenen Triebe mittlerweile verabscheuen und auch das ist menschlich, denn es unterscheidet uns vom Tier, das sich seiner Natur nicht schämt, sondern einfach Tier ist.

Keine noch so hochentwickelte Kultur bleibt überlebensfähig, deren Grundideen die natürlichen Triebe ihrer Spezies nicht respektiert, sondern die versucht, sie irgendwelchen Idealen zu unterwerfen und aus genau dem Grunde bin ich fest davon überzeugt, dass sich die rücksichtslosesten, skrupellosesten und nach Gutmenschbeurteilung verabscheuungswürdigsten Menschen duchsetzen werden, denn der einzig wahrhaftig starke Trieb, den wir immer behalten werden, ist: ICH will (möglichst komfortabel) leben.
Dazu brauche ICH zwingend ein überschaubares WIR.
Das WIR muss klein genug sein, damit ich mich damit identifizieren und von anderen abgrenzen kann.
Die anderen bedeuten mir nichts und sind allesamt entbehrlich, wenn sie mir nichts nützen.

Und aus dem Grunde glaube ich auch nicht daran, dass die Globalisierung ein Schritt in die richtige Richtung war.
Es ist eine schöne Idee, aber sie ist nicht in dem Sinne umsetzbar, dass alle am Wohlstand teilhaben, sondern sie dient ausschliesslich dem Zweck, Kapital und Ressourcen gewinnmaximiert einsetzen zu können - und das führt uns zurück zum Anfang:
Es werden diejenigen im Wohlstand leben, die ihren Reichtum nicht teilen, sondern alles an sich raffen.


Ich möchte ganz nebenbei mal kurz betonen, dass ich das weder gut, noch erstrebenswert finde, sondern nur nüchtern betrachtet so sehe.
__________________
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  #20  
Old 16.04.2011, 01:22
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Ja, in diese Richtung wird es mittelfristig leider hinaus laufen.
Der Mensch ist und bleibt letztendlich Egoist, spätestens wenn's ums (eigene) Überleben geht.
Entsprechende "Schreckens-Szenarien" zeichnen ja manch Zukunftsorientierte Spielfilme schon mehr als reichlich. Oftmals mit erschreckend hohem Realitätsbezug.

"Onkel Dagobert's" wird es sicher irgendwann in größerem Maße geben, spätestens wenn sie merken, dass sie mit ihrem Kapital auch die Macht über die restlichen Ressourcen haben...
"Jeder ist sich selbst der Nächste"? Oder "Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst"?
Die Zukunft wird den menschlichen Egoismus stärker zutage treten lassen, spätestens wenn es ums nackte Überleben geht.

Der Traum von der "Ersatzwelt" hat dummerweise bisher nicht funktioniert, weder der Mond noch irgendwelche erdnahen Planeten sind für die menschliche Besiedelung greifbar und werden es auch in naher Zukunft noch nicht sein.

Tja, dumm gelaufen ... irgendwann wird diese Erde zu klein sein für die Menschen.
Fragt sich nur, wer dann "gesiegt" hat ...
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Gruß,
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