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Politik & Wirtschaft - News Wichtige Themen unserer Zeit * Aktuelles * Diskussionen rund um diese Themen

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  #1  
Old 08.03.2008, 16:27
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Default Weltfrauentag.

Gewohntermaßen der Tag der Alpenveilchen und des obligatorischen Schulterklopfens, um sodann wieder zur Tagesordnung überzugehen ...

Deutsche Frauen von Chancengleichheit weit entfernt

AP - Freitag, 7. März, 11:17 Uhr

Berlin (AP) Frauen sind in Deutschland weit von einem gleichberechtigten Leben in Beruf und Familie entfernt. Zu diesem Schluss kommt ein am Freitag vorgestellter Regierungsbericht. Es gebe noch unglaublich viel zu tun, sagte Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) im Bundestag. Frauen müssten leichter in Führungspositionen aufsteigen können und Lohnunterschiede für gleiche Arbeit beseitigt werden. Deutschland liegt der Ministerin zufolge bei der Erwerbsquote von Frauen mit Kindern europaweit auf einem Schlussplatz.

Von der Leyen erntete einen Tag vor dem Internationalen Frauentag zwar Lob auch aus den Reihen der Opposition für das Elterngeld, seit dessen Einführung deutlich mehr Männer als zuvor eine Babypause einlegen. Die Fraktionen von Grünen und FDP forderten die Regierung gleichzeitig auf, konkrete Handlungsmaßnahmen gegen die Ungleichbehandlung von Frauen zu beschließen.

Unternehmen müssten gezwungen werden, Lohn- und Beförderungsstrukturen transparent zu gestalten, sagte die Abgeordnete der Grünen-Fraktion, Irmingard Schewe-Gerigk. Frauen erhalten in der freien Wirtschaft für die gleiche Arbeit bis zu 30 Prozent weniger Gehalt als ihre männlichen Kollegen.

Fraktionenübergreifend forderten die Rednerinnen zudem, stereotypische Rollenvorstellungen zu überwinden. Alte Bilder von der Aufgabenteilung zwischen Frau und Mann seien noch in vielen Köpfen verfestigt, sagte die SPD-Abgeordnete Caren Marks. Der Frauentag wird weltweit am 8. März begangen.

© 2008 The Associated Press. Alle Rechte Vorbehalten

-gefunden bei yahoo.de-
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  #2  
Old 08.03.2008, 19:42
BluesB4Sunrise's Avatar
BluesB4Sunrise BluesB4Sunrise is offline
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BluesB4Sunrise befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Default Herzlichen Glückwunsch zum Geschlecht !

Muss man als Mann heute am Tag der Frau sowieso den Rand halten, oder darf man mal´ne vielleicht provokative, aber ernst gemeinte Frage stellen und ´ne Diskussion anschieben?
Nicht, dass ich glaube, die hier lösen zu können, aber ich üb´ grad für´n Tippsenjob.

Mal ernst:

Ich glaube, neuere Studien sagen aus, dass nicht nur, aber insbesondere Jugendliche – und da besonders die Mädchen- mittlerweile erhebliche Schwierigkeiten haben, ein klares Bild ihrer Rolle in der Gesellschaft zu finden. Leider finde ich grad keinen Beleg dafür.
Die Folgen sind oftmals Überforderung und Kompensation derselben durch z.B. Alkohol- und Drogenmissbrauch, sogenannte Verhaltensauffälligkeiten & Anpassungsstörungen, psychosomatische Erkrankungen etc.
Natürlich unterliegen auch da unbestrittenermassen die weiblichen Anteile der Bevölkerung größeren Belastungen.
Job, Familie, (wenn denn eine da ist), Kind(er) –wenn man/frau denn welche möchte- alles muss irgendwie unter einen Hut gebracht werden und der Leistungsdruck wird immer höher, sowie die Sorge vorm gesellschaftlichen Abstieg immer größer wird. (siehe die aktuellen Diskussionen im Politik-Thread).
Attraktiv soll frau auch noch sein, sich in der Männergesellschaft behaupten, ihr weibliches Wesen dabei nicht verlieren, was weiss ich nicht, was noch alles für´n Kokolores in der Werbung erzählt und damit vom Volk erwünscht wird.
Im Prinzip gilt ähnliches für die Männerwelt.
Ein Weichei ist nicht erwünscht, ein Macho auch nicht unbedingt – oder grad besonders - auch Männer müssen gepflegt und attraktiv, leistungsfähig & erfolgreich sein, sich am Haushalt und der Erziehung beteiligen, noch immer in der Vielzahl derFälle die Rolle des Hauptversorgers übernehmen und müssen nun mit Frauen um dieselben Jobs konkurrieren, wobei sie immer öfter den Kürzeren ziehen und dabei ebenfalls in schwere Krisen geraten.
Hier sind oftmals Aggressionen, Gewaltausbrüche und ebenfalls süchtiges Verhalten einige der Folgen.
(Manch einer flüchtet sich in die Virtualität und lässt da dann die Sau raus…)


Ich formuliere es mal ganz bewusst als Frage:
War es nicht für alle einfacher und klarer, als es noch „das klassische Rollenbild“ gab ?
Frauen sind Frauen, erfüllen bestimmte Aufgaben im Leben, Männer sind Männer, erfüllen ebenfalls bestimmte Aufgaben im Leben, man ergänzt sich, kommt sich nicht in die Quere und im besten Falle sind damit beide glücklich…?

Und damit meine ich nicht automatisch diese Fälle, wo klar ist, dass die Frau vom Manne unterdrückt wird, sondern die gleichberechtigten Partner, die sich einfach darüber im Klaren waren, dass ER beispielsweise keinen Bock hat, sich um Haushalt und Kindergartenbastelnachmittage mit Kaffeeklatsch zu kümmern und SIE keinen Drang verspürt, tagelang am Auto rumzuschrauben, nach Schweiss stinkend mit den Kumpels beim Fussball kistenweise Bier zu vertilgen und nebenbei das Vereinsheim neu zu tapezieren– nur um mal ein paar alte Klischees aufzuwärmen.
Sicher kann man bessere Beispiele finden.

Gleichberechtigung im Lohnwesen muss man nun nicht diskutieren – das sollte eine Selbstverständlichkeit sein, ebenso wie die Aufstiegschancen gleich sein sollten, wobei ich hier der Meinung bin: Wer den Job am besten macht, bekommt ihn, egal, welchen Geschlechts er oder sie ist.

Die Frage ist nur, ob Gender Mainstreaming die richtige Antwort darauf ist.
Denn es ist ein Unterschied, ob der Staat sich darum bemüht, Benachteiligungen mit gezielter Förderung zu beseitigen - oder ob er sich herausnimmt, neue Rollenbilder für die Menschen zu entwickeln und dabei schon Jugendliche in den Dienst eines sozialpädagogischen Projekts zu stellen, das auf einer zweifelhaften theoretischen Grundlage steht.
Das Wort „gender mainstreaming“ – also die international anerkannte wissenschaftliche Bezeichnung für diesen soziologischen Umbauprozess wird übrigens seit längerem programmatisch von Frau von der Leyen gemieden.
Sie nennt das „Gleichstellungspolitik als Erfolgsstrategie“, weil hierzulande niemand mit „gender mainstreaming“ etwas anfangen konnte, das ändert aber nichts am Inhalt, klingt aber besser.

Hardliner der Gender-Theorie, die einen Unterschied zwischen Mann und Frau prinzipiell infragestellen, behaupten übrigens unter anderem, Männer und Frauen begehren sich nur, weil ihnen seit frühester Kindheit eingebläut wird, das tun zu müssen, dass wir also alle zur Zwangsheterosexualität gezwungen werden.
Das fängt damit an, dass man beispielsweise eine Mutter mit ihrem Neugeborenen fragt: Was ist es denn ? Und sie antwortet: Ein Junge.
Das ist ein höchst sexistischer Akt und wird dazu führen, dass dieses Kind einst möglicherweise eine Frau unterdrücken wird, zumindest aber, dass es sich als Junge fühlt – und das ist falsch. Sowas gibt’s nämlich nur, weil man dran glaubt. (oder so...)

Im Übrigen kommen mitunter bei den Gender-Untersuchungen, die jede Verwaltung durchführen muss, die eigentümlichsten Dinge zum Vorschein.
Für die Dorferneuerung von Jützenbach im Südharz beispielsweise, gab das Erfurter Landwirtschaftsministerium einen "Gender-Check" für 15 000 Euro in Auftrag, der unter anderem zu der Erkenntnis führte, dass in der freiwilligen Feuerwehr nur eine einzige Frau Dienst tut. – Skandalös, nicht wahr ?

Das Verkehrsministerium zahlte 324.000 Euro für das Papier "Gender Mainstreaming im Städtebau", und dabei kam unter anderem heraus, dass sich die Herren der Stadt Pulheim bei Köln gern eine Boulebahn beim Neubau des Stadtgartens wünschen.

Das Bundesumweltministerium hat 180.000 Euro für die Studie "Gender Greenstreaming" übrig, zu deren Ergebnissen gehört, dass es geschlechterpolitisch sinnvoll wäre, wenn es auch mal "Motorsägenkurse für Frauen" gäbe.
Ein besonders gutes Beispiel für "Gleichstellungspolitik als Erfolgsstrategie", wie ich finde. Nicht, weil ich es so lustig finde, mir eine Frau mit Motorsäge vorzustellen, das hab ich mehr als einmal gesehen (und ie Hände überm Kopf zusammengeschlagen), sondern dass es im Sinne der Gleichberechtigung geschlechtsgetrennte Kurse dafür geben soll !

Seit März 2006 liegt im Bundesfamilienministerium eine "Machbarkeitsstudie Gender Budgeting", sie hat 180.000 Euro gekostet, der Haushalt etlicher Ministerien wurde dafür untersucht.
Würde es umgesetzt, müsste jeder einzelne Finanzposten danach abgeklopft werden, ob er geschlechterpolitisch korrekt ausgegeben wird, z.B. ob der Ausbau der A1 eher Männern oder eher Frauen zugute kommt, oder ob vielleicht Frauen durch den Kauf eines neuen Kampfhubschraubers benachteiligt würden…

Macht so was wirklich Sinn ???

grübelnd:
Blues
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  #3  
Old 08.03.2008, 21:05
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Dass die Geschlechterforschung nunmehr Bestandteil wissenschaftlicher Arbeit ist, ist zweifelsohne ein Riesenfortschritt; die Krux in Deutschland ist allerdings - und das betrifft Wissenschaft und Technik gleichermaßen - dass es eine riesige Kluft zwischen Forschung und der Umsetzung in die Praxis gibt. Dabei scheint es mir ganz unwesentlich zu sein, ob man das Ganze Gender Mainstreaming, Gleichstellungspolitik oder Gleichberechtigung nennt, den gestressten Alltagsmenschen, insbesondere die Frau in ihrem Spaghat zwischen familiären, beruflichen und gesellschaftlichen Anforderungen einerseits und persönlichen Bedürfnissen andererseits wird das wenig tangieren.

Es geht auch nicht darum, ein allgemeingültiges Rezept für alle zu finden, sondern dass es möglich sein soll, in einer modernen Gesellschaft für den gewählten Lebensentwurf auch die entsprechenden Rahmenbedingungen zu erhalten. Wer beruflich erfolgreich sein möchte, sollte das dürfen, wer zu Hause bleiben und sich seinen Kindern widmen möchte, sollte gleichermaßen gute Bedingungen haben, egal, ob er ein Männlein oder ein Weiblein ist. Und hier geht es los, dass die Bedingungen nämlich nicht für jeden gleich sind; solange Männer immer noch mehr Gehalt einfahren, scheint es finanziell logisch, dass die Frau in den Erziehungsurlaub geht. Solange Männer als Weicheier belächelt werden, wenn sie (ausnahmsweise) das Gleiche tun , wird sich am Status Quo nichts ändern.

Wenn männerdominierte Medien ein Frauenbild (oder eher Fleischbeschau) vorgeben - wobei das Spektrum vom Hungermodel über das Tuning-Girl bis zur perfekten, modisch gekleideten und sexuell immer bereiten Familienmadonna reicht - werden sich die meisten Frauen nicht verstanden fühlen und unglücklich den Vorgaben nachhecheln, sofern sie es noch nicht geschafft haben, auf ihrem individuellen Lebensentwurf zu bestehen; denn da kommt Frau doch schnell in Verruf, als egoistische und unattraktive Emanze zu gelten ...

Es soll auch Frauen geben, die gemeinsames Plätzchenbacken im Kindergarten nicht zu ihren bevorzugten Interessen zählen, jedoch sind dann schnell die Vorwürfe da, eine Rabenmutter zu sein. Gibt es auch das Wort “Rabenväter”?

Auch der Vorwurf, dass es zu wenig Nachwuchs in Deutschland gibt, scheint sich direkt an die Frauen zu richten - Männer haben diese Frage längst mit Zeugungsverweigerung beantwortet.
Männer scheinen komplett überfordert zu sein, ihren Anteil an sozialer Verantwortung zu übernehmen und tendieren zu Rollenklischees, die erstens längst überholt sind (welche Familie kann es sich noch leisten, mit einem Gehalt über die Runden zu kommen?) und zweitens einer Vorstellung von Familienidyll entstammen, das einst vom Biedermeier geprägt wurde und so in der Geschichte nicht vorkam.

Schön wäre, wenn sich in den Köpfen etwas änderte in dem Sinne, dass gleichberechtigte Parterschaften beiden die Möglichkeit gäben, davon zu profitieren.

Hier noch ein paar Gedanken zum Mütterklischee.

Abschließend: Fragen an Herr M.

- Herr M., was ist ihnen bei einer Frau wichtiger: das Aussehen oder die Intelligenz?
M.: Natürlich die Intelligenz.
- Warum?
M.: Wenn ich nach einem langen Arbeitstag nach Hause komme, brauche ich jemanden, der mich versteht und mich aufrichtet.
- Sie würden sich also lieber eine intelligente Frau wünschen?
M.: Natürlich. Voraussgesetzt, sie sieht auch gut aus.







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  #4  
Old 08.03.2008, 22:42
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Daumen runter stimmt Frauen sind

von der Chancengleichheit weit entfernt....
das ist aber genaso bei Einbeinigen oder Brillenträgern ... oder belibeig anderen Spezialgruppen....
Also ich kann Quotenfrauen nichts ab gewinnen und wenn Frau einen Job macht dann ist das für mich ok
Aber das Chancengleicheitsgejammer ist einfach nur Mittel zum Zweck das Frauen bevorzugt werden sollen, weil sie ja sonst angeblich nicht zum Zuge kommen

Sorry wenn mein Meinung nicht politsch korrekt ist aber ich kenn genug Frauen die ihren weg auch ohne Frauenbonus gemacht haben...

Männer und Frauen sind numal unterschiedlich und haben unterschiedlich e Stärken und Schwächen... was soll das Gefassel von Chancengleichheit...


Und wenn Frau die traditionelle Rollenverteilung bevorzugt finde ich es absolut unpassend diese entscheidung als Folgevon Unterdrückung von Männern über die letzten Jahrhunderte darzustellen...

So und jetzt bin ich gespannt auf die antworten
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  #5  
Old 09.03.2008, 12:16
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clematis_rosee clematis_rosee is offline
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clematis_rosee befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Default Gleichberechtigung für Männer!!!

Ich greife mal einen Punkt heraus…

Zitat:
„Männer und Frauen sind numal unterschiedlich und haben unterschiedlich e Stärken und Schwächen...“

Wie wahr, und wer das bestreitet, geht an der Realität vorbei. Punkt.

Zitat:
„…was soll das Gefassel von Chancengleichheit...“

Diese Frage zeigt in diesem Zusammenhang allerdings deutlich, dass erstens manch einer nicht willens oder in der Lage ist, zwischen Chancengleichheit und Gleichmacherei beider Geschlechter zu unterscheiden (ja, Frau Elsterin, da muss sich in manchen Köpfen eben noch etwas verändern), und zweitens das letzte Posting von Frau Elster nicht richtig gelesen/verstanden wurde!
(àEs geht auch nicht darum, ein allgemeingültiges Rezept für alle zu finden, sondern dass es möglich sein soll, in einer modernen Gesellschaft für den gewählten Lebensentwurf auch die entsprechenden Rahmenbedingungen zu erhalten. Wer beruflich erfolgreich sein möchte, sollte das dürfen, wer zu Hause bleiben und sich seinen Kindern widmen möchte, sollte gleichermaßen gute Bedingungen haben, egal, ob er ein Männlein oder ein Weiblein ist. Und hier geht es los, dass die Bedingungen nämlich nicht für jeden gleich sind; solange Männer immer noch mehr Gehalt einfahren, scheint es finanziell logisch, dass die Frau in den Erziehungsurlaub geht. Solange Männer als Weicheier belächelt werden, wenn sie (ausnahmsweise) das Gleiche tun , wird sich am Status Quo nichts ändern.“)

Ich lebte und lebe immer noch in der komfortablen Situation, weder beruflich noch privat unter Chancenungleichheit zu leiden. In meinem weiteren Umfeld beobachte ich jedoch, dass es Männer gibt, die ohne das Stützkorsett ihres konservativen Rollenbildes ziemlich verloren wären. Es ist also erschreckend ungerecht, nicht auch die Emanzipation des Mannes zu fordern und zu unterstützen!

(Ich frage mich übrigens gerade, ob man eine Aussage oben so lesen sollte, dass auch Frauen eine Spezialgruppe sind…? Klasse, würde schallend lachen, gäbe meine Stimme das gerade her!)

Im Übrigen müssen wir hier natürlich aufpassen, nicht alle Männer und alle Frauen über einen Kamm zu scheren, was im Eifer des Gefechts schon mal so aussehen kann.

Rosee
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  #6  
Old 09.03.2008, 14:19
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Ja, über die Frauen als "Spezialgruppe" musste ich beim Lesen auch innerlich grinsen.
Liest sich fast so, als ob ein namhafter Tierforscher über eine "seltene Spezies" berichtet und deren Eigenarten aufzählt....

Ansonsten (wieder ernst werdend) kann ich mich den allgemeinen Forderungen nur anschließen.
Ich denke, es wird da in der Öffentlichkeit auch viel "kaputtgeredet" was eine "Ungleichheit" zwischen dem weiblichen und männlichen Geschlecht angeht.
Solange sich eine der beiden "Parteien" (allein schon diese Trennung....) von der jeweils anderen unterdrückt oder sonstwie benachteiligt fühlt, wird diese Geschlechter-Diskussion wohl nie enden....

Dabei ist die "Gleichstellung" doch schon bereits im Grundgesetz, bekanntlich unsere Verfassung, eindeutig geregelt:
Niemand darf aufgrund seine(s/r) ........... (es folgen Dinge wie Religion, Meinung, Herkunft und Geschlecht ) benachteiligt bzw. diskriminiert werden.... usw.

Das ist Punkt 1 und Punkt 2 ist, dass aktuell ja nun auch die Politik in eine andere Richtung steuert, siehe Elterngeld und Unterstützung von zuhausebleibenden Vätern etc.
Ok, in dem Punkt betrifft es "nur" die Erziehung und Versorgung des Kindes, zeigt aber, dass auch die Politik sich auf eine veränderte gesellschaftliche Struktur und neuartige Formen des Zusammenlebens (wie Patchwork-Familien etc.) langsam einstellt und Gesetze und Verordnungen dahingehend ändert bzw. Förderungen bewilligt usw.

Nichtsdestotrotz fand ich; unabhängig irgendwelcher (oft hrinverbrannten, sorry) Aussagen einer Alice Schwarzer - nach deren Willen es vermutlich ausschließlich Frauen geben dürfe und Männer alle verbannt werden müssten - oder auch einer Eva Hermann, die sich für die "klassische Rollenverteilung" ausspricht; die Aussage hier sehr wichtig:

Quote:
Männer und Frauen sind numal unterschiedlich und haben unterschiedliche Stärken und Schwächen...
Und genau DAS ist es! Genau das wird oft bei derartigen Diskussionen vergessen. Wir sind nun mal in den Grundveranlagungen unterschiedlich, und das ist auch gut so!

Wir sollen uns gegenseitig ergänzen, nicht bekämpfen oder irgendeinen "Rang streitig machen".

Das mit den 2 Geschlechtern hat der liebe Gott, die "Natur" oder wen auch immer man dafür verantwortlich machen möchte, schon genau richtig geplant und erschaffen.

Es sollte einfach keinen "Geschlechter-Kampf" geben oder geben müssen. Es muß nicht JEDER alles gleich gut können wie der andere!
Das können ja nicht mal die Geschlechter untereinander, geschweige denn geschlechterübergreifend.

Warum muß man denn immer alles "zweckentfremden" ?
Wohl niemand käme auf die Idee, einen Korkenzieher zum Schneebesen umzufunktionieren oder in seiner Microwelle das Geschirr zu spülen......aber bei den Menschen soll plötzlich jeder Aufgaben und Eigenschafter des "Anderen" übernehmen und diese auch noch zufriedenstellend erfüllen können.....warum??
Völliger Blödsinn und bei "Gegenständen" wäre selbiges Verhalten absolut kontraproduktiv....die Menschen aber bestehen seit einigen Jahrzehnten plötzlich drauf und jeder will die Aufgaben des anderen plötzlich übernehmen.

Klar, heute leben wir nicht mehr in der Steinzeit und der Mann muß nicht "jagen", während die Frau die Höhle bewirtet.... aber hat sich wirklich seitdem in dem Punkt sooo vieles geändert?
Wir haben uns zwar der "modernen" Zeit weitgehend angepasst...aber manches wird da leider auch maßlos übertrieben, nur um seine "moderne Lebenseinstellung und Emanzipation" zu demonstrieren.

Lasst uns doch einfach weiter ergänzen statt uns gegenseitig krampfhaft die "Rollen und Aufgaben oder gar einen Rang" streitig zu machen.
Wer Karriere im Beruf machen möchte und kann, soll das gerne (unter gleichen Bedingungen) machen dürfen.... und wer gerne Hausfrau/mann sein möchte und kann, ebenfalls.
Aber nicht, um dem "Anderen" zu beweisen, dass er/sie es genauso gut kann. Das kann nicht das Ziel sein!

Es ist nicht der Eine gut und stark und der Andere schlecht und schwach.....wir haben BEIDE unsere Stärken UND Schwächen....Punkt.
__________________
Gruß,
Pilo



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  #7  
Old 09.03.2008, 15:29
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Lächeln Da hat mich doch tatsächlich eine verstanden.

Quote:
Originally Posted by clematis_rosee View Post

(Ich frage mich übrigens gerade, ob man eine Aussage oben so lesen sollte, dass auch Frauen eine Spezialgruppe sind…? Klasse, würde schallend lachen, gäbe meine Stimme das gerade her!)

Im Übrigen müssen wir hier natürlich aufpassen, nicht alle Männer und alle Frauen über einen Kamm zu scheren, was im Eifer des Gefechts schon mal so aussehen kann.


Rosee
Zu Letzgenanntem gebe ich Dir voll und ganz recht: aber wie immer ist es auch hier so, dass es die Ausnahmen sind, die die Regel bestätigen, aber das ist auch gut so, sonst könnte man oder frau ja gleich das Handtuch werfen.

Noch ein Gedanke zu den "Spezialgruppen": bezeichnender Weise nennt sich die zuständige Intitution "Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend." Fällt euch da was auf?

Der Mann im erwerbsfähigen Alter ohne Familie hat gar kein extra Ministerium ... scheint dann also keine Spezialgruppe zu sein und wird nicht mit in den großen Topf geschmissen.

(Ein ehemaliger schöngefärbter Bundeskanzler kürzte das Ganze dann noch recht neckisch mit " ... Frauen und Gedöns ..." ab. Sehr motivierend für die Frauen - und das Gedöns.
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  #8  
Old 09.03.2008, 22:23
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Ausrufezeichen wenn ich ehrlich bin

waren mir die texte der Schreiberinen zu lang und inhaltsleer.
Die Frau als Randgruppe der Gesellschaft, sicher ein interessanter Aspekt.

Ich denke das sich in manchen Frauen köpfen mal was bewegen muss.. nicht alle menschen lieben die "freidenkenen" Ansätze. Es gibt Menschen die eben genau in ihrem Leben für "alte bewährte" Modelle die Entscheidung treffen.


Wenn es geheissen hätte Chancengleichheit für Menschen .... dann wäre ich dabei gewesen, aber Chancengleichheit für Frauen ist eine Phrase die in sich schon unsinnig ist, weil die Heraushebung aus einer Gruppe aufgrund eines beliebingen Merkmals ( hier weiblich) eben der Chancengleichheit Hohn spricht ...

Aber die ellenlangen Antworten zeigen mir das ich die Sachen
a) völlig falsch sehe
b) das Leben ganz und gar falsch an gehe
c) und meine Partnerin bestimmt unglücklich ist ....


Sorry aber dieses interlektuelle Gerede übers wirkliche Leben ... ist einfach sinnfrei.....

da war das Ministerium für Frauen und Gedöns doch ein wirkliche Anerkennung.. ok der Mann war viermal verheiratet....
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  #9  
Old 09.03.2008, 23:00
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Hmmm...egal ob es überlesen oder ( bewußt? ) falsch verstanden wird...ich stehe trotzdem zu dem was ich oben schrieb.
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Gruß,
Pilo



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  #10  
Old 09.03.2008, 23:05
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Quote:
Originally Posted by Pilot040 View Post
Hmmm...egal ob es überlesen oder ( bewußt? ) falsch verstanden wird...ich stehe trotzdem zu dem was ich oben schrieb.
das sollte jede(r) tun ...
also ich meine meist was ich schreibe... so wie ich es schreibe... oder der/die Leser immer das Gleiche wahrnehemn wenn sie mein zeilen lesen bezweifel ich-
dann dann würde ich nicht die reaktionen auslösen die ich auslöse, was bedauerlich wäre
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