Go Back   Chat24.de > Ernste Themen & Diskussionen > Ernste Diskussionen
Register FAQ Members List Calendar Spielhalle Mark Forums Read

Ernste Diskussionen Themen mit etwas mehr "Tiefgang", welche weder so richtig in "Smalltalk" noch in "Politik & Wirtschaft" passen

Reply
 
Thread Tools Display Modes
  #41  
Old 12.12.2009, 12:16
Dusties's Avatar
Dusties Dusties is offline
Chatter und Forenschreiber
 

Join Date: 21.02.2008
Location: 5,32 cm vor Grönland
Posts: 225
Dusties befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Default

ich hab nun die ganze Zeit mitgelesen......und sehr lange überlegt, ob ich was schreiben soll...weil........

zur Zeit bin ich auch "Betroffene"... aber nicht von der Depression sondern von der "anderen Seite".. als Ahnungslose, die in aller hilflosigkeit mit einem depressiv erkrankten Menschen "umgehen" können möchte.. ( klingt jetzt doof, sagt eigentlich auch nicht genau das aus, was ich meine)

Ich versuchs mal anders: beruflich habe ich viel mit Menschen zu tun, nun das erste Mal mit einem "Depressiv erkrankten" ( sagt man so?), von dem ich es nicht wusste, das er diese Krankheit hat.
Auffallend war halt nur, das er oftmal fehlte..und angab, " er habe es mit dem Kopf".
Ich bin davon ausgegangen, das es die umschreibung für "Migräne"( oder ähnliches) war.. da dieser Mensch auch häufiger über Kopfschmerzen klagte.
Eines Tages, in einem ruhigen Gespräch , erzählte dieser Mensch mir dann...das er seit Ewigkeiten ( nach einem Burn-Out) unter Depressionen leide.
( Details erzählte er nicht.. es war wohl nur als allgemeine Info gedacht)

Ich muss zugeben, auch ich bin davon ausgegangen, ein bißchen Aufmunterung, etwas mehr Unterstützung, etwas mehr Nachsicht in einigen Bereichen, würde dem Menschen vielleicht helfen...

Und ich sah die Höhen und vor allem die extremen Tiefen die er "durchlitt" (kann man das so schreiben?).
Ich sah die Power, die den Menschen "vorwärtstrieb" wenn eine neue Idee Gestalt annahm... wenn sich ein neuer Weg auftat.. und ich sah auch den Absturz... sobald das erste Hindernis auftauchte....

Wie sollte ich diesem Menschen weiterhelfen? Wenn jedes Hindernis ( und sei es noch so klein und im prinzip einfach lösbar) ihn sofort in seine "Verdammnis" abtauchen ließ?
Wie gesagt.. ich wusste nicht wirklich was über diese Krankheit... bin davon ausgegangen.. diesen Menschen einfach so zu behandeln wie jeden anderen auch...
Die, die ich befragt habe,( in der Hoffnung bei denen mehr zu erfahren) brachten genau diese Sprüche wie: " positiv vorwärtsschieben", helfen den Po hochzukriegen" etc...
Nun ist dieser Mensch gerade mal wieder "abgetaucht"... obwohl wir die Lösung seines derzeitigen "Hindernisses" positiv gelöst hatten....

Ich weiß, das hier professionelle Hilfe gefragt ist, das der Mensch sich in die Hände eines Psychotherapeuten begeben müsste..Ich ahne, das ich ihn evtl. dahin schieben müsste.. aber.. wie soll man das machen, wenn der Mensch lieber abtaucht.... ?

Das Gedicht, das Diamond eingestellt hat....gab mir einen kleinen Einblick in die "Verdammnis" dieses Menschen. Das bildliche Darstellen, der Vergleich mit der Geige, von Blues...machte mir die Lage dieses Menschen etwas verständlicher...

Es ist für mich irgendwie "bedrückend" ( mir fällt gerade kein anderes passenderes Wort ein), das sich der Mensch in Bruchstücken offenbart.. mich teilhaben lässt an winzigen Bruchstücken seiner Hölle... und mich dann in dieser "Hilflosigkeit" des zusehen müssens "zurück lässt".

Meine Zeit mit diesem Menschen ist sehr begrenzt.. nicht immer ist dann auch Zeit.. und Ruhe... für tiefgehende Gespräche und mir ist durchaus bewusst, das ich quasi "die Falsche Person" für diese Art "Lebenshilfe" bin...
Ich tät es aber nur so gerne verstehen... und zumindest in den mir beschränkten Möglichkeiten einfach helfen.. auch wenn ich nicht immer da sein kann....
__________________________
Reply With Quote
Alt Today
Advertising
Google Adsense
 
Diese Werbung wird registrierten
Mitgliedern so nicht angezeigt.
Werden sie noch heute
auf Chat24.de
Standard Sponsored Links

ADD-ON:
  #42  
Old 12.12.2009, 16:58
hobo's Avatar
hobo hobo is offline
gegen rechts
 

Join Date: 23.02.2008
Location: Rhein-Hessen
Posts: 440
hobo befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Default Dusties

Hallo erst mal. Algemein gesagt, ist das größte Problem der Betroffenen der Umgang mit Menschen, insbesondere mit Partnern.

Dein Freund ist bipolar, heißt nur, dass er manisch-depressiv ist. Bipolare Krankheiten sind schwer anzugreifen, weil die Betroffenen halt immer so hoch fliegen, dass sie jede Hilfe ablehnen. Ja, meist darüber lachen. Bis dann der Absturz kommt.

Wir haben einen Thread in meinem Forum genau dafür und speziell für die ratlos daneben stehenden Freunde oder Partner/innen.

Und nein, für mich klingt da gar nichts doof und ja, man darf das genau so sagen, wie Du es formuliert hast. Und Du hast vollkommen recht, Du kannst ihm nicht helfen. Bipolare sind fast nicht zu behandeln, weil sie ja immer hoch fliegen, positiv denken und große Pläne und Ideen haben. Das ist ein Symptom der Krankheit, die noch gemeiner ist, als eine schwere Depression.

Ich kann Dir nichts raten, nur, überrede ihn in Behandlung zu gehen. Versuche ihn sich stationär behandeln zu lassen. Zumindest einen medizinischen Psychiater, weil man vermuten kann, auf Grund der Kopfschmerzen, dass es eine neurologische Ursache haben könnte.

Und es muss bald, ja schnell passieren. Wir erleben bei Bipolaren leider oft, dass sie uns sagen, wow, mir gehts toll und dann können wir nur noch trauern, weil sie den Absturz nicht verkraften konnten. Es ist ein Unterschied. Wenn man unten ist, dann ändert sich nicht viel. Wenn man aber Achterbahn fährt (so nennen wir das), dann ist der Absturz doppelt so schlimm.

Versuche ihn zu überreden. Wäre wichtig, ganz wichtig. Ich mache mir da große Sorgen.

Du kannst ihm nicht helfen, Du kannst nur versuchen ihn zu überzeugen sich behandeln zu lassen. Das wäre das Ideale. Aber klar, ich weiß Bipolare lehnen das grundsätzlich ab. Es ist schwer. Wir schaffen nur jeden dritten zu überreden mit vereinten Kräften. Viel zu wenig. Leider verlieren wir auch viele.

Am besten wäre es, wenn Du Helfer finden könntest, je mehr Menschen mit ihm reden, ihn verstehen, ihn versuchen zu überreden, desto besser.

Tut mir leid, dass ich Dir nichts "besseres" schreiben kann. Aber sei sicher, ich verstehe Dich und drücke die Daumen.
__________________
lg
Hobo
Reply With Quote
ADD-ON:
  #43  
Old 13.12.2009, 01:18
MyMEG's Avatar
MyMEG MyMEG is offline
von Natur aus so ;-)
 

Join Date: 22.02.2008
Location: grüne Grenze
Posts: 199
MyMEG befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Default

Ich lache nicht nur, hobo, ich freue mich richtig. Für Dich. Ich las anfangs und dachte oh Gott, das klingt richtig schlimm. Dann sah ich Etwas zwischen der Zeilen und das war Hoffnung. Ich weiss, ich bin nicht sanft, nicht rücksichtsvoll und ich weiss ich kann dir nicht helfen, aber ich wollte wissen.
Jetzt weiss ich und ich danke dir dafür dass du ein kleines Fenster ein weinig aufgemacht hast und mir erlaubt ein Blick....
Beende Du den Satz, für dich, für dein Buch, für was auch immer.

Ich drücke dir die Daumen.
__________________
Des Bewusstsein Schlaf erzeugt Monster.
Reply With Quote
ADD-ON:
  #44  
Old 13.12.2009, 02:10
hobo's Avatar
hobo hobo is offline
gegen rechts
 

Join Date: 23.02.2008
Location: Rhein-Hessen
Posts: 440
hobo befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Default MyMeg

Danke, Deine Botschaft kam an. Und das meine ich ehrlich. Und ja, wir kämpfen, wir müssen kämpfen und ja, wir haben Hoffnung und wir geben niemals auf. Das ist unser Versprechen, das wir uns gegenseitig gegeben haben. Wir sind ein Forum von Depressiven für Depressive, aber wir haben auch Bipolare, Multiple, Schizoide, BL, Neurotiker oder Neuroleptiker, es ist gewachsen. Wir schreiben, wir schreiben immer weiter. Solange wir schreiben sind wir noch da. Und jeder muss das Versprechen leisten.

Es hilft ein wenig.

Und ich hoffe, der kleine Einblick in meine Seele hilft Dir ein wenig besser zu verstehen wie wir sind. Wir, die es anscheinend gar nicht gibt in unserer Gesellschaft.

Wünsche Dir schöne Weihnachten und ein tolles Jahr 2010.
__________________
lg
Hobo
Reply With Quote
ADD-ON:
  #45  
Old 13.12.2009, 11:04
Red's Avatar
Red Red is offline
Kümmelspalterin
 

Join Date: 21.02.2008
Posts: 23
Red befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Default Wenn...

... man in seinem „Loch“ ist, ist man davon überzeugt, nie wieder heraus zu kommen.
Aber – ES IST MÖGLICH!!!
Das Leben wird nie wieder so sein wie vorher. Vermutlich ist das auch gut so. Immerhin hat das Leben vorher „dafür gesorgt“, dass man im „Loch“ ist.

Ich weiß, dass, wenn man sich gerade in einer extremen Episode befindet, jedes „wohlmeinende“ Wort von „außen“, besonders von „gesunden“, nicht hilft, sogar das Gegenteil von dem bewirken kann, was derjenige wollte. Darum ist es so schwierig, eine Gratwanderung, „uns“ etwas zu sagen, „uns“ helfen zu wollen.

Panikattacken (depressionsbedingt, trotz/wegen [falscher] Medikamente und inkompetenter Ärzte, wie ich heute weiß) waren jahrelang meine ständigen Begleiter.
Ich hatte das Glück, nicht umzufallen, bekam „nur“ einen Pulsschlag von bis zu 200 /min. Wie man sich dabei fühlt, mag sich der ein oder andere vorstellen können. Als ich monatelang aus Angst vor der Panik das Haus nicht verlassen konnte, beschloss ich, SO nicht mehr leben zu wollen. Ich wollte lieber an einer Panikattacke sterben (was bekanntlich so gut wie nie passiert) als lebendig in der Wohnung begraben zu sein und das Leben an mir vorüberziehen zu lassen.

Ich ging vor die Tür, 10 Schritte, dann wieder zurück; jeden Tag etwas weiter. Je größer der Radius, umso größer die Angst vor der Angst. Irgendwann kam die erste Attacke und ich bin (verzweifelt) stur weitergegangen. Mein Gedanke: okay, dann stirbst du jetzt eben. Ich habe es überlebt.
Der nächste Schritt war, überall dort hinzugehen, die ich gemieden hatte, weil ich dort eine Attacke hatte. (Menschenmengen, Plätze, Häuser, Räume, Wege... machten mir Angst und lösten Panikattacken aus.) So oft, bis ich keine Angst mehr vor diesen Situationen hatte, keine Attacken mehr bekam. Nach dieser Rosskur kamen die Panikattacken nur noch sporadisch und wesentlich seltener.

Danach bin ich auf eigenes Betreiben mit meiner ersten Therapie angefangen. Mein damaliger Arzt „hielt nichts von diesem Psychokram“.
„Dank“ der 10 (!) Jahre langen falschen Behandlung der damaligen Ärzte hatte sich die anfangs „’einfache’, mittelschwere Depression“ zu einer „generalisierten Angststörung mit mittelstarken depressiven Episoden“ entwickelt.

Ich habe es akzeptiert. Es ist ein Teil von mir. Aber ich lasse mich davon nicht mehr abhalten, mein Leben zu leben. Wenn sich mir meine Angst, meine dunklen Gedanken mal wieder in den Weg stellen oder ich gar in ein „Loch falle“, gehe ich durch sie durch.

Ich wehre mich nicht mehr dagegen, „erlaube“ ihnen, ein paar Tage bei mir zu bleiben um dann aktiv, durch Gedanken und Tätigkeiten, einzugreifen bevor die Situation eskaliert. Die Depression hat ihren Schrecken und ihre Macht verloren.
Wenn ich nicht durch die Angst gehe, geht die Angst durch mich! Wenn man kämpft, kann man verlieren, wenn man nicht kämpfe, hat man bereits verloren.

Durch die Krankheit habe ich gelernt, die in meiner Kindheit erlebten traumatisierenden Kränkungen und Verletzungen zu erkennen und zu akzeptieren. Ich habe gelernt zu erkennen, wann und wie diese Erlebnisse mein heutiges Leben beeinflussen.
Ich habe die Kraft gelernt, aus jedem „Loch“ wieder rauszukommen. Entweder alleine oder mit Hilfe.
Ich habe gelernt, meine innere Autonomie, mein Selbst, meine Persönlichkeit, (die in meiner Kindheit konsequent niedergemacht wurden, nicht gewollt, nicht bewusst sondern aus Unwissenheit und „Liebe“) zu schützen, zu verteidigen, vor/gegen jeden und alles.
Ich habe gelernt, mich für meine Krankheit nicht mehr zu schämen und wegen ihr keine Schuldgefühle mehr zu haben.

Das klappt selbstverständlich nicht immer. Die „alten Muster“ sind extrem widerstandsfähig. Aber man kann diese „Muster umstricken“, Masche für Masche für Masche...
Ich weiß, dass ich durch diese Krankheit, „aufgewacht“ bin und anfangen konnte, MEINEN Weg zu gehen. Zwei Schritte vor, einen zurück, hinfallen und wieder aufstehen... tendenziell in EINE Richtung – NACH VORNE (mit leichter Steigung) !!

Ich mache alles was ich will. Und wenn die Depression meint, mich daran hindern zu müssen/wollen, dann erst recht! Dann weiß ich, dass es das richtige ist, der richtige Weg, auf die Angst zu, durch sie hindurch.

Am Anfang meiner Krankheit hätte ich mir nie vorstellen können, so etwas jemals sagen zu können. Wenn ich Betroffenen doch beweisen könnte, dass es möglich ist, das (neue/andere/noch unbekannte) Leben lebens- und liebenswert zu empfinden... trotzdem oder vielleicht auch - gerade deswegen!!! Dass es sich lohnt, weiterzumachen, dass es eine Zukunft gibt!


Lieben Gruß

Red
Reply With Quote
ADD-ON:
  #46  
Old 13.12.2009, 15:46
joanne joanne is offline
In Gedenken an
 

Join Date: 16.03.2008
Location: OWL
Posts: 197
joanne befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Default

liebe diskutanten des themas: ich habe alles sehr intensiv mit empfunden, was ihr beschreibt, denn vieles trifft auch auf mich zu. nur bei mir kommt immer noch die abwägende frage hinzu: lohnt es "noch", weitere anstrengungen zu nachen, wie eine heilung herbei zu führen. denn 1. bin ich ja schon 88 jahre alt und 2. habe ich über jahre hinweg auch alles mögliche versucht, einschließlich die- jeweiligen nur kurzen versuche - mit heilhypnose und schamanischen methoden. diesen beiden letzteren darf ich aber kein versagen in die schuhe schieben, denn-wie gesagt- ich habe beide nur kurze zeit "probiert", dann wurden äußere umstände zu hinderlich (weite anfahrt zu den terminen u.ä.). im laufe meiner bestrebungen eine besserung meines mentalen zustandes zu erreichen, mußte ich immer wieder erkennen, wie schwer ich zu therapieren bin: entweder half verschriebenes medikament nicht, ja, verschlimmerte die symptome, oder die nebenwirkungen waren so stark, dass sie eigentlich die weitereinnahme ausschlossen. grundsätzliches problem ist leider auch, dass bei mir stets alles "anders" ist und ein arzt sich eigentlich nicht auf gleich scheinende und bereits bekannte vorbilder des bei mir vorliegenden krankheitsbildes stützen kann mit seiner beurteilung, was zu tun ist. wie oft habe ich das schon gehört aus dem erstaunt klingendem mund, wenn es heißt: "ach, was ist denn das? BEI IHNEN ist ja..." dann folgt, dass das oder jenes ganz "anders" sei, als er gewohnt ist. schon in der apotheke, wenn ich nach wechselwirkungen zwischen zwei medikamenten fragte, von denen eines jetzt neu verordnet wurde, habe ich schon erlebt: "ja, ja---dann stopp und: ach so, bei ihnen möchte ich das nicht soo schnell versprechen. und ähnliche beispiele gibt es noch mehrere. waren die ersten "versagensfälle"- wenn etwas neues versucht wurde und sich als unnützen versuch erwies, tatsächlich auch vorgegeben, so kommt nun, wohl verständlicherweise, vor jedem neuen aufgrund meiner vielen negativen gemachten erfahrungen eine gewisse skepsis auf mit der ich das neue angehe, ob medikation oder behandlungsform. das ist natürlich nicht gut und garnicht hilfreich und ich versuche auch immer wieder mit positiver einstellung an die sache heran zu gehen. ja, so sieht mein kampf- leider ohne sieg--aus.
Reply With Quote
ADD-ON:
  #47  
Old 14.12.2009, 19:01
Hallihallo Hallihallo is offline
Chatter und Forenschreiber
 

Join Date: 11.09.2008
Posts: 832
Hallihallo befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Default

Meine Angst gebe ich nach oben ab, gelingt allerdings nicht immer.
Durch bewusstes Danken jeden Morgen komme ich gar nicht zum Jammern.
Ich zünde mir ein Licht an, am liebsten ein Teelicht, das kann ich auch mal vergessen!
Ich wünschen allen eine besinnliche Adventszeit und immer einen lieben Menschen, dem er sich anvertrauen kann, wenn es ihm schlecht geht.
Reply With Quote
ADD-ON:
  #48  
Old 14.12.2009, 20:42
Red's Avatar
Red Red is offline
Kümmelspalterin
 

Join Date: 21.02.2008
Posts: 23
Red befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Default

"Durch bewusstes Danken jeden Morgen komme ich gar nicht zum Jammern."

Mit "Jammern" hat das ganze nun GAR NICHTS zu tun :-)...

Das ist eine dieser Bemerkungen, warum depressive Menschen sich nicht trauen, zu ihrer Krankheit zu stehen, sich als schuldige Versager fühlen und dadurch Chancen auf Heilung oder Erleichterung versäumen...
Reply With Quote
ADD-ON:
  #49  
Old 14.12.2009, 21:05
ziege46's Avatar
ziege46 ziege46 is offline
Chatter und Forenschreiber
 

Join Date: 21.02.2008
Posts: 11
ziege46 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Default

Achja..................schon mal drüber nachgedacht war ihr eurem Umfeld antut........mit welchem Recht denn eigentlich
Reply With Quote
ADD-ON:
  #50  
Old 14.12.2009, 22:05
BlueCloud17's Avatar
BlueCloud17 BlueCloud17 is offline
schwebt ein und aus
 

Join Date: 22.02.2008
Location: Berlin - mittendrin und ringsh
Posts: 101
BlueCloud17 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Default

Quote:
Originally Posted by joanne View Post
liebe diskutanten des themas: ich habe alles sehr intensiv mit empfunden, was ihr beschreibt, denn vieles trifft auch auf mich zu. nur bei mir kommt immer noch die abwägende frage hinzu: lohnt es "noch", weitere anstrengungen zu nachen, wie eine heilung herbei zu führen. denn 1. bin ich ja schon 88 jahre alt ......


Joane, egal wie alt oder jung man ist, ... es lohnt sich für jede einzelne glückliche Minute seines Lebens zu kämpfen, Beim nächsten "Lichtblick" sind es dann vielleicht schon 2 oder 3 glückliche Minuten. Versuche jeden "hellen Schein" in Deinem Herzen festzuhalten... sie geben Dir die Hoffnung in der Dunkelheit...
Ich wünsche Dir liebe Menschen an Deiner Seite....


@ Ziege46
Achja..................schon mal drüber nachgedacht war ihr eurem Umfeld antut........mit welchem Recht denn eigentlich


Du scheinst zu den Betroffenen auf der anderen Seite zu gehören, klingst total verbittert. Du hast es aber leider nicht verstanden..... "Depressive" tun niemandem etwas an..... sie sind ihren "Gefühlen" völlig ausgeliefert und durchleben Höllenqualen.... Dass es für das "Umfeld" ebenfalls sehr schwierig ist, das wurde hier schon mehrfach gesagt. Die Betroffenen würden aber alles dafür geben, nicht so "dahinleben" zu müssen oder ein lebenlang Achterbahn zu fahren....

Blue
__________________
Nur wer sich ändert bleibt sich treu

Reply With Quote
ADD-ON:
Reply

Bookmarks

Thread Tools
Display Modes

Posting Rules
You may not post new threads
You may not post replies
You may not post attachments
You may not edit your posts

BB code is On
Smilies are On
[IMG] code is On
HTML code is Off

Forum Jump


All times are GMT +1. The time now is 00:28.


Powered by vBulletin® Version 3.8.9
Copyright ©2000 - 2018, vBulletin Solutions, Inc.